„Oida, warum sind da heut so viele Nonnen?!“…

…hörte ich heute am Bahnhof in Linz eine jungen Frau (Kategorie Punk oder so) zu ihrem Freund sagen.

Auffallend waren wir, die jungen Schwestern der Junioratswoche in Linz.

Und wenn die nach einem sehr intensiven Wochenende alle in die verschiedenen Richtungen fahren, dann kommt es durchaus zu einem „Schwesternauflauf“ am Bahnhof.

Und wir irritieren. Sind ein seltsames Bild. Gewohnt sicher nicht.

Aber immerhin wusste diese junge Frau richtig zuzuordnen, dass wir nämlich alle zu einem Kloster gehören.

Und irgendwie passt das zum Thema der Junioratswoche.

„Ordensleben heute“

Nur so eine Randnotiz: Junioratsschwestern sind solche, die ihre ersten Gelübde in einer Gemeinschaft bereits abgelegt haben, aber noch keine ewigen Gelübde haben. Gelübde= die feierlichen Versprechen, in einer Gemeinschaft ehelos, in Armut und Gehorsam Christus nachzufolgen.

So reisten wir 9 Juniorinnen und 4 Novizinnen am Freitag nach Linz zu den Marienschwestern, wo die Tagung stattfand.

4 Tage lang miteinander beten, Liturgie feiern, Gemeinschaft erleben, sich austauschen, und, ach ja, zum Thema „Ordensleben heute“ mit unserem Referenten P. Bernhard Eckerstorfer vom Stift Kremsmünster arbeiten.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht viel vom Inhalt der vergangenen Tage bringen. Das muss ich erst selber alles in meinem Herzen ordnen.

Das, was ich möchte, ist mit dir jetzt eher das zu teilen, was unsere Zeit ausgemacht hat.

Und da gibt es verschiedene Dinge:

Hoffnung

Das ist das Gefühl, mit dem ich heimgefahren bin und mit dem ich jetzt an unsere Zukunft denke.

Hoffnung, dass das Ordensleben weitergeht.

Für alle, die glauben, wir sterben aus. Ihr werdet euch wundern. Ja, wir werden weniger. Ja und? Wir wollen ein geistliches Leben leben, da kommt es doch auf jeden einzelnen an oder? Ist mein persönliches geistliches Leben mehr wert, wenn es 100 junge Schwestern gibt? No!

Und warum wir nicht aussterben werden? Weil es immer wieder Menschen gibt, die den intensiven Weg der Nachfolge in einer Gemeinschaft leben wollen. Die „mehr“ wollen. Wir leben in spannenden Zeiten.

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Gebet

Wir sind betende junge Schwestern.

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Der Tag hat mit dem Morgengebet begonnen, und nach dem Frühstück feierten wir die hl. Messe.

Ganz dabei. Ganz im Gebet. Miteinander.

Beten, singen, anbetend, füreinander beten.

Diese Atmosphäre kann ich dir leider nicht vermitteln. Aus einem einzelnen Grund: Weil Worte nicht ausreichen.

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Und das ist es, was in Wahrheit stärkt und verbindet.

Gott.

Humor

Ich hab mal gehört, es gibt Leute, die zahlen irgendwelche Kurse, um dort hin zu gehen und zu lachen.

Also wir brauchen das eindeutig nicht!

Wenn wir nicht gerade gebetet haben oder den Vorträgen zugehört haben, dann haben wir sicher gelacht. Das dokumentiere ich lieber mit Fotos. 🙂

Sie sind teilweise etwas unscharf, aber wie soll man so viel Bewegung auch scharf auf ein Bild bringen? 😉

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und Tischfussball spielen können wir auch 🙂

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Wir hatten unheimlich viel Spaß miteinander, und das tut so guuuuuuuuut!

Musik

Musik hat eine sehr zentrale Rolle gespielt.

Darf ich vorstellen, die Band (mal ohne Lachanfall) :

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Folgende Instrumente sind vertreten:

Fiedel (eigentlich Psalter), das komische dreieckige Ding, und wenn du dir denkst, das hab ich ja noch nie gesehen, tröste dich, wir auch nicht! 🙂 klingt aber voll gut!

Rumpel (eigentlich Gitarre) machte die Hauptarbeit

Schachtel (eigentlich Cajon) ist das Ding, wo ich draufsitz 😉 ein Percussioninstrument, dass sehr gut mit den afrikanischen Trommeln harmoniert

nicht vertreten auf dem Bild: die Mundharmonika. Auch wichtig 😉

Ja, wir haben schon Wirbel gemacht. Aber nicht nur bei den Messen, sondern auch Abends in gemütlicher Runde…

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Unterwegs…

Und wir waren unterwegs.

In der Mittagspause, mit dem Ziel: Eis 😉

Und wenn da gerade zufällig ein Mittelaltermarkt ist, dann ist das doppelt lustig.

Vor allem, weil die verkleideten Ritter uns gar so freundlich gegrüsst haben…

Unser Outfit war perfekt!

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Oder unsere Wallfahrt auf den Pöstlingsberg.

Wobei, um halb 2 losgehen (man geht schon eine Stunde und ein bisschen), brennheiss, schwarze Kleidung, sehr steil und Rosenkranz beten…muss ich mehr sagen? puhhhh

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Das Eis haben wir uns oben wohl verdient, vor allem, weil wir oben noch thematisch weiter gearbeitet haben!

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und zu guter Letzt:

Ordensleben heute

P. Bernhard hat mit uns sehr gut und intensiv gearbeitet und das Thema von verschiedenen Blickrichtungen aus betrachtet, vor allem aus der theologischen.

Wir haben die Entwicklung anhand des Stiftes betrachtet, haben von einer amerikanischen Studie gehört, die die Gründe erhoben hat, warum heute junge Menschen in einen Orden eintreten. Und diese sind: Tadaaaaaaa…. Gebet, geistliches Leben und Gemeinschaft. Und darin kann ich mich selber auch gut wiederfinden.

Wir haben die Sache aus der Sicht der Ordenstheologie betrachten, haben uns mit dem Scheitern im Leben des heiligen Benedikt befasst und haben sehr viel diskutiert.

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So, der Blog ist schon wieder viiiiiiiiel zu lang.

Schluss jetzt.

😉

Das, was ich alles erzählen könnte, würde das hier sowieso sprengen.

Ich bin einfach nur dankbar.

Vor allem, weil wir auch im Gebet miteinander verbunden sind und uns so stärken!

Und zum Schluss gibt es hier noch die Gruppenfotos 😉

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Und hiermit verabschiede ich mich!
Pace e bene!

Sr. M. Ida

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar

  1. Mary Sova · 7 Days Ago

    The world needs your witness!!! Thank you so very much for hearing God’s call. My heart is filled with love and hope when I read your blog. 🙏💖👍

    Gefällt 1 Person

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