„Ab in den Süden“ auf Spurensuche…

1. Buch der Könige. Lindwurm. Gründungscenter. PokemonGo. Selfies. Starkregen. Gedenktafel. Stolpersteine.

Das sind ein paar Stichworte, die unseren Junioratsausflug zu unserem Wurzeln letztes Wochenende beschreiben.

Wer?  Wir drei Junioratsschwestern, also alle, die noch keine ewige Profess abgelegt haben, und die Junioratsleitung.

Wohin? Nach Graz, wo mit der Ordensausbildung unserer ersten Schwester Franziska Wimmer der „Grundstein“ für unsere Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Vöcklabruck gelegt wurde.

Ich möchte mit einem Bibelwort, das ich in der Wallfahrtskirche Maria Trost gezogen habe, beginnen, denn es passt zum ganzen Ausflug!

Jahwe, unser Gott, sei mit uns, wie mit unseren Vätern gewesen ist! 

Er verlasse uns nicht und verstosse uns nicht, sondern neige unser Herz zu sich hin, auf das wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote, Satzungen und Verordnungen beobachten, die er unseren Vätern gegeben hat.

1 Könige 8, 57 – 58 

(aus der dort aufliegenden Übersetzung)

Vor allem finde ich es interessant, dass diese Übersetzung das Wort „beobachten“ verwendet.

Das erinnert mich sehr stark an unsere Ordensregel. 

„Die Lebensform der Brüder und Schwestern vom Regulierten Dritten Orden des Heiligen Franziskus ist diese:  unseres Herrn Jesu Christi heiliges Evangelium zu beobachten durch ein Leben in Gehorsam, in Armut und in Keuschheit.“

So, jetzt aber vom beobachten zum zurückerinnern 😉

Sonntag, 5.30 Uhr.

Abfahrt. Ein erstes Selfie. Auf der Rolltreppe, noch ein wenig finster 😉

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Im Zug nach Graz treffen wir erst mal einen sehr sehr gut gelaunten Schaffner, der alle mal mit „guten Morgen, ohne Sorgen“ begrüsst.

Und ein Foto von uns macht.

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In Graz angekommen, gehts auf zum Provinzhaus unserer „Cousinen“…

Gespräch in der Strassenbahn:

Ich: Schau, ein Pinguin!
SrJ.: Was, ein echter oder eine Schwester?

😉 (Ein Comicpinguin)

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Im Provinzhaus genießen wir den Ausblick aus dem Refektorium…zum Zeitpunkt des Fotos war noch Sonnenschein!

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Eine Führung im Provinzhaus und in der Schule…

Vor der Kapelle „stolpern“ wir über Steine mit der Aufschrift „DANKE“. Ich finde, wir können ruhig öfter über ein Danke stolpern…

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…die Kirche…

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Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg zum Mutterhaus in Eggenberg.

Dazu mussten wir von der Strassenbahn in den Bus umsteigen.

Blöd nur, dass genau zu diesem Zeitpunkt der Himmel beschlossen hatte, all seine Schleusen zu öffnen.

Der Schirm war mehr oder weniger nutzlos.

Aber mei, wir hatten eh alle Sandalen an. Die Schleier sind auch wieder getrocknet.

Und ich hatte die Erkenntnis, wenn man wie ich gleich das Risiko eingeht und eine Jacke daheim lässt, dann wird sie auch nicht nass 😉

Im Mutterhaus treffen wir dann die Generaloberin der Franziskanerinnen von der unbefleckten Empfängnis, und auch hier haben wir eine Führung.

In der Mutterhauskirche ist die Gründerin dieser Gemeinschaft begraben.

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ein Blick in die Konventkapelle…

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Und ein Blick in den Hof irritiert erst mal.

Wir haben ihn Lindwurm getauft.

Es ist der Speisesaal der Schule…

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…und so sieht das Ungetüm von innen aus…

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…und zum Schluss ein Selfie mit der Junioratskollegin im Büro der Generaloberin vor einem Bild der Gründerin 😉

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Zurück in der Grazer Stadt erkunden wir den Dom, finden das über dem Eingang. Es ist fast identisch mit dem, was auf den Ringen der Professchwestern abgebildet ist.

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Abendmesse in der Franziskanerkirche. Rhythmisch. Gott sei Dank. Was wir für Glück hatten 😉

Eine Grabplatte mit interessanter Botschaft…

Ich leb weis nit wie lang

ich stierb weis nit wan

far weis nit wohin

mich wundert das ich eimal fröli bi

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Montag.

Wir sind wieder unterwegs.

Laudes und Frühstück mit den Schwestern im Provinzhaus.

Messe bei den Franziskanern.

Und dann suchen wir den Platz, wo das Gründungshaus der Gemeinschaft stand.

In einer Bank wurden wir fündig, nachdem wir zuerst in der falschen Bank waren 😉

Es ist schon was besonderes, dort zu sein, wo unsere erste Schwester das Noviziat machte (zweimal, weil sie aufgrund der revolutionären Unruhen wieder heimgeschickt wurde. 1850 beendete Sr. Franziska Wimmer das Noviziat und legte die erste Profess ab. Der 5. September 1850 ist daher unser Gründungstag)

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…immerhin ist noch das „GründerCenter“ an diesem Ort 😉

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Dann wird es Zeit für ein Wallfahrt nach Maria Trost.

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Die Junioratsschwestern…

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Umtriebig wie wir waren, sind wir auch noch zum Wahrzeichen der Stadt  gegangen, dem Grazer Uhrturm und haben die Aussicht genossen.

Hab ich eigentlich erwähnt, dass es wieder geregnet hat? Starkregen…nur waren wir diesmal schon im Bus 😉

Auf dem Weg zum Uhrturm sind wir an einem Platz vorbeigekommen.

Der war ein wenig unheimlich.

Ich schätze mal so um die hundert Menschen. Keiner redet. Die Augen fest aufs Smartphone gerichtet.

Ernsthaft?! Ich meine, ja okay, PokemonGo ist ein Spiel, das gerade modern ist. Aber gar nicht mehr miteinander reden? Die haben ja nicht mal von uns Notiz genommen, und wir sind nicht gerade unauffällig. ich muss sagen, wenn das die Zukunft ist, dann fürchte ich mich ein wenig…

So, jetzt aber zum Uhrturm:

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wo gehts hin in Zukunft?

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Erst mal wieder heim.

Um 18.30 sind wir wieder in den Zug heimwärts eingestiegen.

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Es war ein toller Ausflug, wir haben viele Schwestern unserer „Cousinen“ kennengelernt, und auch ein Stückchen uns selber. Und wir haben sehr viel gelacht. Was will man mehr?

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Irgendwann werde ich die Geschichte meiner Gemeinschaft genauer erzählen.

Sie ist es wert.

Jetzt werde ich mich aber verabschieden, in naher Zukunft werden bedeutende Dinge geschehen, ich muss mich vorbereiten 😉

Als erstes geschieht das erste „Münster-Nachtreffen“ dieses Wochenende.

Freu mich schon!

„Das Vertrauen auf den Herrn ist uns Stütze und Halt“

Sr. Franziska Wimmer

Pace e bene!

Sr. Ida

PS:

Der Heilige Franziskus ist in Graz sehr aussagekräftig.

Wir konnten seine Gedanken lesen…

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2 Kommentare

  1. Christian Mohr · Juli 28, 2016

    Bete für Sie täglich. Pace e Bene

    Gefällt 1 Person

  2. Udo u · Juli 28, 2016

    Sehr schöner Bericht

    Gefällt 1 Person

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