Schneiden wir uns mal eine Scheibe ab…

…von Jesus! 

Fronleichnam. 

Gibt es ein Fest in unserem Jahreskreis, das mehr verwirrt? Verwirrt in dem Sinn, das scheinbar keiner so recht weiß, was wir eigentlich feiern? Mir fällt keines ein. 

Also, was ist Fronleichnam?

Fragen wir mal Wikipedia:

„Das Fronleichnamsfest oder Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi (lateinisch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.“

👍🏼

So weit so gut. Für mich hat dieses Jahr Fronleichnam irgendwie noch eine andere Bedeutung…


Dieses Bild macht im Moment auf Facebook die Runde, x-mal geteilt und geliked.

Es ist eine Katikatur von Thomas Plaßmann,und sie  bringt mich zum nachdenken.

Und irgendwie hat es mich heute bei der Fronleichnamsprozession begleitet. 

Im Moment bin ich im schönen Mondsee ( Mondsee ist wirklich schön! Der See, die Berge….*seufz*), das Fest wurde begleitet von zahlreichen Vereinen, Trachtenmusikkapellen, Prangerschützen, Feuerwehr, Goldhaubenfrauen, Erstkommunionkindern und vielen mehr.

Nach der feierlichen Messe vor der Basilika begann die Prozession…

Ein Bild „aus der Hüfte geschossen“ 😆

Und die „Demo“ beginnt…wir drei Schwestern gehen direkt hinter der Monstranz, und ich sinniere über das Wort Nachfolge nach…

Wer Jesus nachfolgt, der steht unter Beobachtung! Nicht nur zu Fronleichnam.

 (Dazu eine kleine Episode: ich wollte diese Woche einmal in der Basilika beten, und da hatte doch eine Touristin die Dreistigkeit, sich zwei Bankreihen vor mich hinzusetzten, ihr Handy rauszuholen, die Selfiekamera einzuschalten und sich so zu positionieren, dass sie ein Selfie mit mir machen kann. Ha, dachte ich mir und bin in dem Moment, als sie abdrückte, seitlich „umgefallen“. Ich bin doch kein Museumsstück! Daraufhin stellte sie sich direkt vor mir und macht ein Foto. Na ja. Sie hat ihr Foto schlussendlich doch bekommen…) 

Auch unseren Zug haben zahlreiche Menschen durch ihren Fotoapparat oder Handkamera beobachtet.

Was tun Sie mit den Fotos und Videoaufnahmen?

Ihrer Familie und Freunden zeigen? „Schau, das ist Österreich, das ist katholisch, das sind Christen, warum rennen diese Leute dem Priester nach, ist heute Feiertag?“

Und in gewisser Weise ist es doch eine Demo.

Wir sind Christen. Wir glauben. Wir wollen es auch zeigen. 

Wir folgen Jesus nach…

Am See ist der Altar aufgebaut, die Musikkapelle spielt ein sehr schwungvolles Lied…und die Aussicht ist atemberaubend!

Ein Evangelium und fübittendes Gebet….


Ich liiiiiiebe Himmel und Kreuz Bilder!


Danach ging es wieder zurück zur Basilika….

Jesus nachfolgen…zurück zum Ausgangspunkt.

Wie im richtigen Leben halt. 

Mit Jesus geht man die gleichen Wege wie jeder andere auch.

Nur anders.

Fronleichnam als Fest der Nachfolge, als Fest des „Glauben-zeigens“, als Fest, bei dem wir uns ruhig mal wieder fragen dürfen, was denn Jesus in unsrer Zeit tun würde.

Eigentlich müssen wir nur zuhören, was im Evangelium steht.

Und uns Jesus zum Vorbild für unser Handeln nehmen.

Uns eben einfach nur „eine Scheibe abschneiden“.

Und da Jesus Gottes Sohn ist, wird er auch nicht weniger 😇

In diesem Sinne, eine schönere Feiertag!

Place e bene!

Sr. Ida

6 Kommentare

  1. gouvernante · Mai 26, 2016

    Hinweis: Die Karikatur stammt von Thomas Plaßmann – http://www.thomasplassmann.de/

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  2. Ursula Echterhoff · Mai 26, 2016

    Hallo liebe Schwester Ida,
    Fronleichnam: in der Bundesrepublik Deutschland ist nicht in jedem Bundesland Feiertag, da gehen dann viele normal zur Arbeit und können keine Prozession mitmachen. Und ich arbeite in der Altenpflege, da war ich heute morgen und habe den älteren Menschen geholfen. Dabei ist es heutzutage so das ob ein Feiertag wie Fronleichnam, Christi Himmelfahrt oder ein normaler Sonntag nicht mehr so viele Menschen zum Gottesdienst gehen als früher wo ich noch Kind war. Ich kenne es das an Fronleichnam die Kommunionkinder nochmal mitgehen, heute ist das auch nicht mehr so populär wie früher. So ändert sich manches, leider auch in der Kirche.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ursula Echterhoff

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    • Sr. Ida · Mai 26, 2016

      Liebe Ursula, ja das stimmt! Ich war eine Zeit in Amerika, da war sogar der Ostermontag schon ein normaler Arbeitstag! Das wesentliche ist aber, dass man im Herzen ein Fest feiert, da ist es egal, ob man frei hat oder nicht. Lieben Gruß! Sr. Ida

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  3. Johannes Martin · Mai 27, 2016

    Bin durch Zufall auf Ihre Gedanken über Fronleichnam gestoßen und sie haben mir sehr gefallen. Ich bin ein „Alter “ Christ und habe viele Fronleichnamsprozessionen mit erlebt. Mitgegangen und als Sakristan vorbereitet. Es war alles so selbstverständlich. Nun lese ich so wunderbare Gedanken zu dem Fest .Bin ganz berührt und möchte Ihnen herzlich dafür danken..

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