Spieglein, Spieglein an der Wand…

…wer hat den schönsten Schleier im ganzen Land?

     

Sr. Gudrun von den Tertiarschwestern in Brixen,  

weil ihre Schleier einfach nur gut sitzen! 

Darum wird sie auch die „Münsteraner Schleierkönigin“ genannt,

Warum? Das hat man schnell erkannt! 

Auch in schwarz ist er einfach schön, 

da können alle andren Modelle sich verstecken gehn‘ 😂

Und so möcht ich noch etwas zu ihrem besonderen Tag dazulegen:

für die erste Profess und das Juniorat Gottes Segen!!! 😇

So, genug gereimt. 

  
 Die vierte Novizin von unserem Noviziatsprojekt Münster hat ihre erste Profess abgelegt!

Und ich hatte die Ehre, mit ihr zu feiern 😀

Darum machte ich mich am Freitag auf den Weg ins schöne Südtirol…(da gibt’s übrigens entgegen der Erwartungen weder mehr Schnee noch besseres Wetter)

  
Auf der Fahrt bin ich so ins Grübeln gekommen, denn meine eigene Profess ist ja noch nicht mal zwei Monate her…mei oh mei…ist das ein Zeichen, dass man alt wird, wenn die Zeit irgendwie seltsam wird?

Jedenfalls konnte ich sehr gut nachspüren, wie es Sr. Gudrun ging 😊

Und so hieß es an diesem sehr netten Abend Abschied nehmen vom weißen Schleier…

   
Bye bye white…

Und wie schaut sie mit schwarz aus? Die Jacke ist mal ein guter Versuch…

 
Das Noviziatsschaf Elli reiste von Ried an, um nun in Brixen zu wohnen und sorgte auch für einige Unterhaltung…

  
*just doing a little dance*

  
*and make the Sisters happy*

 
Schließlich zogen wir uns alle zurück, denn Sr. Gudrun muss sich auf den morgigen Tag vorbereiten!

Der nächste Morgen: 

Frühstück um halb acht… Ich war ein wenig  früher da…

 

In der Kirche  ist der rote Teppich ausgelegt… 

  
Und um halb 9 zur Chorprobe, nachdem mir über Umwege angetragen wurde, ich möge doch mit der Cajon in der Messe mitspielen…jaja, Gott sei Dank bin ich noch jung und spontan 😄

Spielen mit einem Franziskaner (Gitarre), den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, zusammen mit einem Schwesternchor, den ich ebenso nicht kenne, war durchaus eine interessante Erfahrung! 

Aber hey, es war wunderbar!

Um 9.30 Uhr feierlicher Einzug vom Noviziat in die Kirche, die Spannung steigt!!!

  
Und Sr. Gudrun legt die erste Profess ab!

Und wechselt von weiß zu schwarz!

Juhuuu!!!

Und mit dem Lied „I want to follow Jesus like him“   (Link zum Video) endete diese sehr sehr schöne Feier (das Schlusslied war echt die Krönung! Ich hatte dieses Lied noch nie vorher mit der Cajon gespielt, Br. Ulrich könnte es auch nicht, na ja, und am Ende spielte er so ungefähr das doppelte vom Originaltempo…ich kam schon ein wenig ins schwitzen bei dem Tempo, aber es war echt grandios, schade dass es niemand aufgenommen hat!)

Und dann war sie schwarz… Und die Erleichterung steht ihr ins Gesicht geschrieben! (Die größte Sorge ist schließlich, ob man an der richtigen Stelle den richtigen Satz aufsagen kann, bei mir war es das „Amen“, dass ich mir nicht merken konnte…aber sie hat alles richtig gemacht!)

  
Ich machte mich am Nachmittag dann mal in die Stadt auf, und mit 2 Siessener Franziskanerinnen, die auf Besuch waren,besuchten wir den Dom, begutachteten die Wandmalereien, machten ein Büchegeschäft unsicher und kauften so manches ein…

Ach ja, auch ein Besuch der Heiligen Pforte anlässlich des Jahres der Brmherzigkeit darf nicht fehlen…

   
   
Verkündigung mal anders: Jesus sehr sportlich…macht einen schönen Sprung aus Gott Vaters Hände in Richtung Maria…

   
  
Phantasie haben die Leute…dass das ein Elefant ist, ist doch wohl klar oder?!

 So, genug von den Sehenswürdigkeiten Brixens…denn jetzt wird es schon spät und auch für Juniorinnen, egal wie viel sie in der  Welt herum herumkurven, wird es Zeit, zum Ende zu kommen…

Nachdem alle  Feierlichkeiten beendet waren, hieß es heute auch wieder Abschied nehmen…und mit einem letzten Selfie und dem Versprechen, füreinander zu beten trennt ich mich wieder von Sr. Gudrun und ihrer Gemeinschaft.

  
Und so möchte ich auch euch, alle Leser meines Blogs, um das Gebet bitten, für Sr. Gudrun, und für alle jungen Ordensleute, wir brauchen jedes Gebet!

Denn es gibt uns, und wir sind nicht so weltfremd wie manche glauben, wir leben unser Leben bewusst, wir leben unsere Entscheidung, alles Gott zu schenken, wollen unsere Kräfte und  Fähigkeiten einzusetzen in einer Gemeinschaft und glauben an eine friedlichere und gerechtere Welt. Wir leben in der Welt und mit der Welt…vertrauensvoll durch den Glauben und stark durch die Gewissheit, dass eine Gemeinschaft hinter uns steht, die uns Halt gibt und das Wissen, dass das Gebet der alten Schwestern und aller andern wie ein Netz ist, das uns trägt.

Und damit wünsche ich euch allen Gottes Segen!

Pace e bene!

Sr. Ida

Ein Kommentar

  1. Eva Kiesenhofer · Januar 11, 2016

    Liebe Sr. Ida!

    Innigen Dank für diesen Beitrag. Sie haben so ein liebes Gesicht! Das Lied habe ich mir angehört, bin nachdenklich geworden. Ich wünsche Ihnen eine positive Woche. Eigentümlich, einer Fremden zu schreiben, die gerade Eingang in die Seele fand. Da soll doch noch mal wer lästern über meine „Krone“ zum Frühstück. Denn ohne Ihr Interview hätte ich keinen Einblick bekommen in ein völlig anderes Klosterleben, als ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Freue mich auf den nächsten Beitrag. Danke.

    Eva Maria

    PS: das Schaf ist so süß……

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s